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26
Sep
11

So verblüffend fröhlich

Als ich neulich den halben Nachmittag damit verbracht habe, mir die Titelsongs alter Zeichentrickserien anzuhören, fielen mir zwei Dinge auf. Nummer 1: Ich kenne erschreckend viel, soll heißen, ich bin defintiv ein Kind des Televisionszeitalters. Nummer 2: Früher war alles besser …

Hier also eine winzige Auswahl meiner all-time favourites:

Alfred Jodocus Kwak – Ferndiagnose bipolar

Mila – “das Volley-Ass”

Saber Rider and the Star Sheriffs

29
Aug
11

Von Hunden, Katzen und C-Bloggern

Die kuriosesten Fragen drängen sich meist abends kurz vor dem Einschlafen oder morgens kurz nach dem Aufwachen in meine Gehirnwindungen.

Die heutigen Fragen waren von der morgendlichen Sorte: Wie funktioniert die Qualitätssicherung in den Produktionsprozessen von Tiernahrung? Gibt es da jemanden der die neuen “Häppchen in Soße, dampfgegart und mit 100% Prozent mehr Geschmack” auf den Geschmack überprüft? Isst die Häppchen also irgendwer? Also ein Mensch, weil ein Tier könnte ja letztendlich kein ordentliches Feedback geben. Oder verlässt man sich darauf, dass die Käufer nie bemerken würden, wenn da nur 60%  mehr Geschmack drin sind, weil sie’s selbst so ungern probieren möchten?

Um meinem Status als Katzenbloggerin (kurz zusammengefasst: die Blogs, für die sich kein Schwanz interessiert) in vollem Umfang gerecht zu werden, setz ich noch ein Foto obendrauf:

Übrigens, neue Wohnung. Neue Küche. Schachbrett. Hat was!

28
Jul
11

Mitmach-Web sozusagen

Der große Tag naht. Von der einen Wohnung in die andere – klingt zunächst nicht schwer, aber dazwischen liegen etliche Kisten, Schlepperei und graue Haare. Übersiedlung heißt das in diesem lustigen, kleinen Land, in dem ich seit nunmehr 8 Jahren lebe. 8 Jahre, zwei Wohnungen, jetzt Nummer 3 – man merkt ich bin kein großer Fan des Übersiedelns, wie so manche, die sich jedes Jahr eine neue Bleibe suchen.

Aber nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Dieser junge Mann sollte den meisten bekannt sein.

Wie ich vor ziemlich genau einem Jahr erklärt habe, besteht zwischen mir und dem Herrn eine lange und innige Verbundenheit. Jetzt steh ich vor der Frage, ob dieses schöne, kleinformatige Bild abermals mit umziehen darf oder nicht. Ist es mit beinahe 30 Zeit, sich von Postern aus dem Jugendzimmer zu trennen? Ich weiß es nicht.

Mein überlebensgroßes Jordan-Catalano-Poster hab ich wohl vor langer Zeit schon entsorgt, zumindest war es bei der Räumerei nirgends auffindbar. In der Causa Catalano hätte ich gewusst was zu tun ist. Im Fall des Einstein-Posters kann ich das nicht selbst entscheiden. Also bitte ich um Meinungen, die mir aus diesem Dilemma heraushelfen können. Soll Einstein mit oder zieht er in die Tonne?

21
Jul
11

Catalano vs. Krakow

Oh nein,  ich bin durch – was tu ich jetzt? Das plötzliche Ende einer Serien-DVD hat mich lange nicht mehr so unbefriedigt zurückgelassen. Die Rede ist von der völlig unterschätzten 90er Coming-of-Age-Serie “My so called life”, in unseren Gefilden bekannt unter dem Namen “Willkommen im Leben”. Einige werden sich an die Pubertätsdramen erinnern, die zum Sprungbrett für Claire Danes und Jared Leto geworden sind. Was haben sich die Verantwortlichen gedacht – nur 19 Folgen Lebenszeit wurden dieser Serie zugestanden. Traurig eigentlich.

Abgesehen davon, dass ich nach dem zügigen Durchmarsch durch die gesamte DVD-Box einen gewissen Gewöhnungseffekt an die Ästhetik der 90er bei mir feststellen konnte (sehne mich plötzlich nach Flanellhemden, Henna und lustigen Hosen), hat sich mir noch eine ganz andere, essentielle Frage aufgedrängt: Warum würden viele Frauen, zumindest in der Theorie, einen unnahbaren Jordan Catalano immer einem vernünftigen Brian Krakow vorziehen?

Eine mögliche Antwort: Diese Catalanos bieten eine riesige Projektionsfläche. Soll heißen, wenn der nichts von sich preisgibt, könnte der all das sein, was wünschenswert ist. Quasi eine leere Hülle, die sich leicht auf einen Sockel hieven lässt. So ein Catalano bedeutet aber doch viel Arbeit und Ärger. Arbeit zahlt sich aus, heißt es immer – aber auch das gilt lediglich in der Theorie. Deshalb ist es in der Praxis auch ganz anders gelagert. Da gehen die Krakows dieser Welt als Gewinner vom Platz. Während man beim 15-jährigen Klassentreffen feststellen könnte, dass sich ein Krakow weiterentwickelt hat, würde ein Catalano wohl immer noch lässig menschenscheu in einer Ecke lehnen und das Maul nicht aufbekommen. Dabei wäre er natürlich immer noch “way too gorgeous”.

21
Jun
11

Neue Sehgewohnheiten

Leute, Leute, AstroTV. Ich weiß, alter Hut mittlerweile, aber ich habs wieder neu für mich entdeckt. Vor allem ist das interessant, weil sich mir ganz neue Entwicklungen auf dem Sektor des Hinterslichtführens von Hilfsbedürftigen offenbart haben. Das letzte Mal als ich mir diesen Käse reingezogen habe, war das alles noch ganz anders. Auch arg, aber anders.

Beispielsweise in punkto Dreistigkeit haben die werten Call-In-Experten noch eine Schippe draufgepackt. Gestern Nacht etwa zapp ich bei AstroTV vorbei und denke 9live ist wieder auferstanden. Die “Beratungen” glichen eher einer Schnellraterunde. Während die Ratsuchende ihre Frage, “Ich wollt fragen, wie’s denn mit meiner Tochter so …”, noch gar nicht zu Ende gestellt hat, liegen die Karten schon auf dem Tisch, im wahrsten Sinne des Wortes. Zeitgleich, ohne ihre Anruferin aussprechen zu lassen, weiß die Tarot-Tante schon Bescheid: “Ja, ja deine Tochter hat hier ne Vollblockade drinliegen. Da wirst du dir Hilfe von Profis holen müssen. Ok? Tschüssi, meine Liebe.” Erstaunt von so viel Effizienz und beglückt von so viel Amusement, bleib ich dran. Es geht in dem Stil weiter. Ob’s daran lag, dass in diesem Fall nur pro Anruf und nicht nach Minuten abgerechnet wurde? Man weiß es nicht.

Viel seriöser gehen da die Freunde und Freundinnen vom Institut für Zukunftsdeutung – kurz IfZ – ran. Ein mir bislang noch unbekanntes Sendungsformat, das nachts auf SuperRTL wirkt und werkt. Der Name ist Programm. Seriosität wo man hinguckt. Dem Nachrichtenstil nachempfunden sitzen da 4 Individuen im Business-Look hinter einem Pult, einer fungiert als Moderator, die anderen sind BeraterInnen jeglicher Art – Astrologie, Kartenlegerei und ähnliches. Zwischendurch ist mal DSDS-Sternchen Annemarie Eilfeld zu Gast und bekommt Zukunftsprognosen für ihre kommende Tour weisgesagt. Ein tolles Goodie gibts außerdem – jeder Anrufer bekommt für den ersten Anruf einen Rosenquarz-Anhänger zugeschickt, gratis versteht sich. Und wie wir alle wissen, macht der Rosenquarz die Taschen voll, in finanzieller Hinsicht natürlich. Wie praktisch. Tolle Sache das. Am liebsten mochte ich aber wohl den Oberastrologen. Optisch erinnerte er sehr an den einschlägig bekannten Schuldencheffe Peter Zwegat. Und mit guten Ratschlägen wie “Rufen Sie in einem halben Jahr wieder an”, war er eindeutig ganz vorne mit dabei. Fürs kreative Zusammenführen von News, Gossip, Homeshopping und Eso, ohne Walle-Walle-Gewänder, hat sich das IfZ allemal eine Eins mit Sternchen (Aszendent Vollhonk) verdient.

19
Jun
11

Die Gefährten

Jetzt verkriech ich mich seit Tagen in meinem Zuhause, um endlich mal ordentlich ranzuklotzen und es geht doch wieder nur im Schneckentempo vorwärts.

Dabei hab ich um meinen Schreibtisch herum so viele nette, aufmunternd lächelnde Konterfeis – Weggefährten wie ich sie gern nenne. Ich sehe mich da in einer Hobbit-Tradition, Frodo hatte schließlich auch Gefährten. Das war der Typ mit den Haaren und den Füßen aus diesem literarischen und filmischen Kassenschlager. Ich denke der hatte weniger Gefährten als ich und außerdem ging’s da um nen Ring, aber grundsätzlich schon vergleichbar.

Jedenfalls muss man die Sache auf den Punkt bringen. Auch wenn meine Gefährten noch so bedeutungsschwanger lächeln, haben sie in motivationstechnischer Hinsicht schlichtweg versagt. Vielleicht lachen sie mich auch nur aus. Das wird noch zu ergründen sein.

Um die verehrte Leserschaft nicht in der Ungewissheit stehen zu lassen, sie dort sozusagen abzuholen, hier eine kleine Vorstellungsrunde. Llladida proudly presents: Der bunte Strauß grinsender Schreibtischgefährten

 

07
Jun
11

Wiener Wohn-Wahnsinn

Wohnungssuche in der österreichischen Bundeshauptstadt ist sicher nicht die Pauschalreise des Immobilienuniversums, sondern eher der Erlebnisurlaub. Einfacher macht das die ganze Sache nicht, aber zumindest bleibt’s immer spannend.

Neben den relativ konstant unverschämten Mietpreisen oder wahnwitzigen Ablösen, findet sich ein hoher Variantenreichtum an Wohnsituationen. Willst du extravagantes Wohnen? In Wien findest du alles – Klo aufm Balkon, separat begehbare Wohnungsteile, Duschkabinen in der Küche.

Was sich bei der Wohnungssuche bisher für Optionen ergeben haben (kleine Auswahl):

  •  WG mit dem Vermieter inklusive Hochbett in der Küche und Einweisung in die richtige Fensteröffnungstechnik
  •  top hergerichtete 30 Quadratmeter Erdgeschoss mit riesiger Sonnenterrasse. Dazu gabs über die Genickbruchwendeltreppe zu erreichen, 40 Quadratmeter gefliestes Kellerloch, in dem die Schimmelsporen schon in den Startlöchern für das nächste große “Hallo” sitzen. Fein geduftet hat’s im ganzen Objekt, nämlich nach Chlor und feucht.
  •  verblendete Zimmerwand mit Geheimtür, hinter der eine Hanfplantage zu Hause war, bis die Polizei dem findigen Hanfbauern auf die Schliche kam.

Ein Ende findet das Abenteuer erst, wenn ein neuer Mietvertrag unterschrieben ist. Um mich von der Wohnungssuche abzulenken, setz ich mich dann gern mal um 18 Uhr vor den Fernseher und schaue “Mieten, Kaufen, Wohnen”. Ein bisschen Freizeit muss sein.

28
Apr
11

München

Gerade in München ist so einiges überdimensioniert. Getränke werden hier liter-, im Glücksfall halbliterweise konsumiert. Autos, Volksfeste und Biergärten sind ein bisschen größer, die Mieten ein bisschen höher oder auch die Bankkonten ein bisschen dicker als anderswo.

Und wenn irgendwas ausnahmsweise mal nicht so groß ist, dann reden sich’s die Müncher eben groß. Weil mir san mir und da richt ma’s uns, wia’s uns taugt.  In diesen Dingen lässt sich der Münchner nicht gerne die Butter vom Brot nehmen. So erklärt sich dann auch, wie ein völlig profanes, normalwüchsiges Bushäusl im Dienstgrad aufsteigt und zur Wartehalle befördert wird.

21
Mar
11

Schickeria

Rückschau auf meinen Kurzaufenthalt in München:

  • Meistgedachter Satz: “Ich ertrage euren Wohlstand nicht.”
  • Tatsache 1: München hat seinen Glanz verloren. Statt großer Stars sitzt die Z-Prominenz – verkörpert durch Dschungel-Indira – am Nebentisch im Schwabinger Kaffeehaus.
  • Tatsache 2: Es gibt irrsinnig viele Optiker. Kein Wunder – die hiesigen Werber wollen schließlich immer mit den brandaktuellsten Sonnenbrillenmodellen versorgt sein.
  • Tatsache 3: Schweinsbraten, Brezen und Bier schmecken auf diesem Erdenfleck wirklich besser als sonst irgendwo auf der Welt.
  • Tatsache 4: Eisbach-Surfer und Nackerte im Englischen Garten während des kalendarischen Winters gibt’s nur hier.
  • Fundstück des Wochenendes: Dem Schuhbeck den Mund verboten. Zeit is word’n.

  • Fazit: A Gaudi hamma g’habt und schee wor’s!
04
Feb
11

Gott und die Ghettofaust

So, der Januar ist also vorbei und das ist auch nicht bedauernswert aus meiner Sicht. Mein Jahresstart war nämlich eher suboptimal, aber das soll hier erst mal nicht weiter ausgeführt werden. Wir haben ja jetzt schon Februar. „Neuer Monat, neues Glück“, wie die Franzosen sagen. Und es gab auch Lichtblicke im Januar und zwar unterhaltungstechnischer Natur.

Da ich mich für meine gestrige Prüfung sowieso schon mit Independent Netporn und Rauschbildern als Subgenre der Partypics auseinandergesetzt habe, kann ich’s ja ganz offen zugeben: ich habe das Dschungelcamp verfolgt. Dazu soll gesagt sein, dass das ohne jeglichen Vorsatz geschehen ist – im Gegenteil, eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen dieses Format zu verweigern. Aber was kann ich sagen, ich bin da so reingerutscht. Plötzlich ist da ein Riesen-Bohei im Urwald und man steckt mittendrin. Man will wissen, ob das Liebesgeplänkel der zwei glattgebügelten Castingband-Grinsefressen ein Fake ist, ob der Erfolgsschwimmer mehr IQ als eine Kaulquappe vorzuweisen hat, welcher der Dschungelbewohner am tiefsten im Schuldensumpf steckt, ob die blonde, weinerliche Egomanin tatsächlich schon immer Vegetarierin war und ob die Leitfigur der deutschen 68er Bewegung in dieser abgefahrenen Kommune funktionieren kann. Dann ertappt man sich dabei, wie man nach dem seriösen Quotencheck auf dwdl.de auch noch bild.de konsultiert, um den neuesten Klatsch aus Down Under zu erfahren. Auch aus medienwissenschaftlicher Perspektive ist das alles sehr spannend … Allerdings auch sehr gefährlich das Ganze, wenn man merkt, dass schon Auswirkungen auf Lebensalltag festzustellen sind. Wenn ich etwa meinen tierischen Mitbewohner ermahne: „Hey Alter, lass das, du bist der frechste Kater überhaupt – von allen – und auch von allen die es noch geben wird.“ Abschließend kann ich trotzdem sagen: die Gerechtigkeit hat gesiegt, ich freue mich über die Krönung des Dschungelkönigs Peer. In diesem Sinne, ich bereue keine dieser einmaligen Fernsehminuten. Der neue König kriegt von mir symbolisch die Ghettofaust, der Asi. Selbst Gott hat den Trend erkannt.

Gib mir die Ghettofaust, du Asi.




 

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twitter.com/lllad

  • die literatursuche geht weiter. noch ein volltreffer #heuteimopac "brutplatzüberwachung mittels webcam" 6 months ago
  • suchbegriff: surveillance. ergebnis unter vielen: "neue methoden der glatteisüberwachung in schweden" danke, das hilft #heuteimopac 6 months ago

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